Bonn startete mit einer möglichst mobilen Aufstellung, um den auf

Bonn startete mit einer mglichst mobilen Aufstellung, um den auf Tempo gedrillten Gsten, die zuletzt vier Spiele in Folge gewonnen hatten, vom Hochball weg mglichst viel Paroli bieten zu knnen. In der Verteidigung zogen sich die Telekom Baskets frh in die eigene Hlfte zurck, um die Feuervgel“ ins Setplay zu zwingen. Die Rechnung ging zunchst auf, als Kyle Weems einen Dreier und anschlieend einen Korbleger verwandelte (5:0, 1. Minute). Je lnger die Partie dauerte, desto klarer wurde jedoch, dass Hagen unentwegt gegen das Bonner Defensivbollwerk anrennen wrde was zunchst nur sprlich Zhlbares abwarf (12:10, 6. Minute). Obwohl David McCray vor den Augen seines sommerlichen Trainingspartners und Nationalspielers Elias Harris (Gonzaga Bulldogs) ein seltenes VierPunktSpiel gelang, konnten die Hausherren die knappe Fhrung nicht behaupten, sondern mussten diese kurz vor Viertelende abgeben (25:26, 10. Minute).

Hagen schien seinen offensiven Rhythmus gefunden zu haben. Die Volmestdter erffneten den zweiten Abschnitt mit fnf Zhlern in Folge, was Coach Koch zu einer raschen Auszeit zwang (25:31, 12. Minute). Es dauerte beinahe fnf Minuten, ehe die Gastgeber ihren ersten Treffer aus dem Feld einem Dreier durch Jared Jordan setzten (29:38, 25. Minute). Auch wenn der wieder genesene Benas Veikalas als auch Andrej Mangold von jenseits der 6,75 MeterLinie nachlegten, trug dies nicht dazu bei, die Differenz nennenswert zu verringern (39:49, 19. Minute). Stattdessen legte Hagen vor der Pause einen 10:0Lauf aufs Parkett, an dessen Ende ein Buzzerbeater von LigaTopscorer Davin White stand (39:59, 20. Minute).

Alles schien auf eine klare Niederlage hinzulaufen. Der lautstarke Hagener Fanblock feierte bereits und die letzten Minuten der Baskets vor der Pause versprachen den 5.450 Fans im Telekom Dome wenig Besserung. Doch die Ansprache von Michael Koch in der Kabine traf in Schwarze. David McCray umschrieb es beim spteren Fantalk so: Wollt ihr in den Urlaub oder in die Playoffs?“

Das Team dachte nicht an Ferien, sondern machte sich mit Beginn des dritten Viertels daran, den Rckstand Zhler um Zhler abzutragen. Im blitzsauberen Minutentakt versenkte Robert Vaden drei Dreier in Serie, wodurch sich die Differenz schnell reduzierte (48:61, 23. Minute). Hagen musste sich defensiv neu einstellen, was einige Ballbesitze dauerte. Zeit, welche die Rheinlnder auskosteten, um den Druck weiter zu erhhen und einen 15:2Lauf zum 54:61 (25. Minute) abzuschlieen. Mit seinem insgesamt fnften Dreier des Abends brachte Vaden den Telekom Dome endgltig auf NRWDerbyTemperatur (59:63, 28. Minute), ehe Jared Jordan kurz darauf ebenfalls von Downtown“ fr die langersehnte Fhrung sorgte (67:66, 30. Minute). Sptestens zu diesem Zeitpunkt war die Halle ein einziges Tollhaus. Zwar gehrten die letzten Treffer vor der Viertelpause abermals den Gsten, doch das Bonner Comeback hatte eindeutig Lust auf mehr gemacht (67:71, 30. Minute).

Der BasketsExpress nahm weiter Fahrt auf. Urpltzlich war es David McCray, der mit einem lupenreinen Dreierpack“ aus der Distanz das Blatt eigenhndig zugunsten Bonns wendete. Ingo Freyer konnte gar nicht so schnell reagieren, da hatte der Bonner Guard seiner DreierShow noch einen Leger folgen lassen Auszeit Phoenix Hagen (83:76, 35. Minute).

Passend zum bisherigen Spielverlauf kam es wenig berraschend, dass die Feuervgel“ einen Weg fanden, die entstandene Lcke zu schlieen um sich erneut in Front zu bringen (87:88, 38. Minute). Kyle Weems brachte mit einem kraftvollen BaselineJam das Momentum zurck auf die Seite der Hausherren (89:88, 39. Minute). Wie schon im letzten Spiel beim Mitteldeutschen BC war es abermals Jordan vorbehalten, in der Schlussphase zum Matchwinner zu avancieren. Der BasketsGuard verwandelte vier Freiwrfe ohne Fehlversuch und lie seine Farben damit auf die Siegerstrae einbiegen (93:89, 40. Minute). Hagen musste foulen, um gengend Ballbesitze zu generieren und auf ein taktisches Wunder hoffen zu drfen, Jamel McLean und Kyle Weems verwandelten jedoch fnf von sechs Freiwrfen. Ein Ballverlust wenige Sekunden vor Ende sorgte schlielich dafr, dass Benas Veikalas den Sieg an der Linie perfekt machen konnte.

Viel Zeit zum Feiern bleibt den Jungs allerdings nicht. Schon am kommenden Sonntag kommt der amtierende Deutsche Meister aus Bamberg in den Telekom Dome (07.04.13, 17.00 Uhr). Auch die medizinische Abteilung wird viel zu tun bekommen. Sowohl Robert Vaden als auch Andrej Mangold konnten am Ende des Spiels wegen Verletzungen am Knie bzw. Fu nicht mehr eingesetzt werden. Eine intensive Untersuchung wird am Donnerstag erfolgen.

Michael Koch (Trainer Telekom Baskets Bonn):

Es gab in der ersten Halbzeit zwei Dinge, die mir nicht gefallen haben und die wir nach dem Seitenwechsel verndert haben. Erstens haben wir in der Verteidigung nicht die ntige Intensitt aufs Feld gebracht, wodurch Hagen zu vielen einfachen Korblegern gekommen ist. Zweitens ist es uns nicht gelungen, im Angriff simpel zu spielen, beziehungsweise den Ball schnell genug laufen zulassen. Unsere kraftaufreibende Spielweise in der zweiten Hlfte hat sich aber bezahlt gemacht und das trotz unserer kurzen Rotation. Hier muss ich unserem Athletiktrainer ein ausdrckliches Lob aussprechen. Am Ende haben wir die Wrfe kreieren knnen, die Hagen in der ersten Hlfte hatte.“

Ingo Freyer (Trainer Phoenix Hagen):

Wir hatten schon mehrere solcher Spiele in Bonn meist mit dem besseren Ende fr die Baskets. Unsere erste Hlfte war sehr gut. Auch die zweite Halbzeit hat mir prinzipiell gefallen, nur war Bonn noch einen Tick besser. Am Ende haben Kleinigkeiten darber entschieden, dass wir nicht mit einem Sieg nach Hause fahren konnten. Mit Blick auf die Playoffs stehen wir natrlich nicht unter Druck, aber wenn wir uns tabellarisch schon so weit oben befinden, wollen wir an den ersten acht Pltzen auch dran bleiben.“

McCray (23/5 Dreier), Ensminger (1), Veikalas (6/1), Mangold (3/1), Thlig (dnp), Jordan (17/3, 7 Rebounds, 15 Assists), Weems (17/1), Koch (dnp), McLean (8), Vaden (15/5), WohlfarthBottermann (11)

Bell (14/3), Hess (14/2), Dorris (12), Bleck (dnp), Kruel (0), Kramer (dnp), Wendt (2), Gordon (9/1, 9 Rebounds), Lodwick (7/1), Gregory (7), White (22/4), Schoo (dnp)

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