bereits rund 700.000 Tickets verkauft. Dr. Ingo Tusk wird

bereits rund 700.000 Tickets verkauft. Dr. Ingo Tusk wird in FrankfurtFRANKFURT/MAIN. „20Elf von seiner schnsten Seite“ lautet das Motto der 6. FuballWeltmeisterschaft der Frauen, die am Sonntag in Berlin angepfiffen wird. Deutschlands Spielerinnen wollen ihren WMTitel verteidigen und werden bei ihrer Mission von vielen Helfern untersttzt.

Einer ist Dr. Ingo Tusk, Mannschaftsarzt des 1. FCC Frankfurt und whrend des dreiwchigen Turniers „Venue Medical Officer“ fr die MainMetropole.

„Als rztlicher Manager koordiniere ich whrend der WM die gesamte medizinische Versorgung in Frankfurt am Main“, erlutert der 45jhrige Orthopde. „Im Vorfeld habe ich ein Team von rztinnen und rzten verschiedener Fachrichtungen zusammengestellt, die theoretisch 24 Stunden am Tag zur Verfgung stehen.“

Zu betreuen sind dabei nicht nur die Spielerinnen, sondern auch die Schiedsrichterinnen sowie die Ehrengste und Funktionre, sollte einer whrend der vier angesetzten Spiele in Frankfurt rztliche Hilfe bentigen. „Wir garantieren fr eine medizinische Versorgung der kurzen Wege auf hohem Niveau.“

Whrend der WM treten in vier Gruppen insgesamt 16 Mannschaften gegeneinander an. Deutschland spielt in der Gruppe A gegen Kanada, Nigeria und Frankreich. Im FIFAWMStadion Frankfurt, dem mit knapp 50.000 Pltzen zweitgrten Stadion des Turniers, werden zwei Vorrundenspiele (darunter ein Spiel der deutschen Mannschaft), ein Halbfinale sowie als Hhepunkt das Endspiel am 17. Juli ausgetragen.

„In Frankfurt ist das Hauptquartier der FIFA und das Hotel der Schiedsrichterinnen, weshalb unserem Standort eine besondere Bedeutung zukommt“, so Tusk.

An den vier Spieltagen in Frankfurt sowie an den Tagen davor, an denen die Vorbesprechungen der jeweiligen Verantwortlichen (Mannschaftsbetreuer, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, rzte) stattfinden, lsst sich der viel beschftigte Orthopde von einer Kollegin vertreten. „Operieren werde ich an diesen Tagen mit Sicherheit nicht.“

Dr. Ingo Tusk wurde 1966 geboren. Er hat in Frankfurt am Main Medizin studiert und 1996 bei Professor Dieter Bhmer am Sportmedizinischen Institut promoviert.

Wird die Begeisterung fr die FrauenfuballWM so gro wie 2006 bei den Herren? Die Stadien sind voll: 700 000 Tickets wurden schon verkauft.

Kugler / dpa

Inzwischen leitet der Orthopde als Chefarzt die Sektion Sportorthopdie und Endoprothetik der Klinik Rotes Kreuz in Frankfurt am Main und ist Vizeprsident der Deutschen Gesellschaft fr Sportmedizin und Prvention (DGSP) sowie Vorsitzender des Sportrzteverbands Hessen.

Als Mannschaftsarzt hat er sowohl Erfahrungen im Frauen wie im Mnnerfuball erworben. Seit Jahren schon betreut er die Damen des 1. FFC Frankfurt, bei dem so berhmte Fuballerinnen wie Birgit Prinz und Nadine Angerer spielen, und bert bei den Mnnern die Kicker des Drittligisten Kickers Offenbach, wo er frher auch als Mannschaftsarzt ttig gewesen ist.

Klar gebe es Unterschiede im Mnner und Frauenfuball, so Tusk. „Bei Mnnern geht es um sehr viel Geld und um die Karriere. Mnner sind daher empfindlicher, wenn es um ihre Gesundheit geht, whrend die Frauen wissen, dass Fuball kein Schach ist.“

Die mnnlichen Kicker htten den Vorteil, dass die Stadien selbst in der 3. Liga voll und die Zuschauer hchst emotional bei der Sache seien. Beim Frauenfuball glichen die Spieltage dagegen eher Familienfesten. „Frauen gehen auch anders miteinander um. Die haben alle noch einen Beruf oder stehen in der Ausbildung, einige studieren, da sind die Gesprche untereinander fruchtbarer.“

Was die Verletzungsmuster anbelangt, gebe es dagegen kaum Unterschiede zu denen im Mnnerfuball. „Am hufigsten betroffen sind die Oberschenkelmuskulatur, die Knie und die Sprunggelenke“, wei der Orthopde, der als Mannschaftsarzt des 1. FFC Frankfurt auch sieben aktuelle Nationalspielerinnen betreut.

Von der WM im eigenen Land erhofft sich Ingo Tusk einen deutlichen Schub fr den Frauenfuball, der, so findet er, sthetischer sei als der kampfbetonte Fuball der Mnner: „Dass der Frauenfuball hierzulande an Popularitt gewinnt, hoffe ich sehr. Wir werden uns jedenfalls von unserer besten Seite prsentieren.“

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